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Slow Food „ Langsames Essen“ findet großes Interesse auch in Stuttgart und Heilbronn

Walter Kress von NaturTalent Biomarkt in Neckarsulm bei Heilbronn beteiligte sich wieder mit großem Erfolg an der Slow Food Messe in Stuttgart. Er ist Fördermitglied von Slow Food Deutschland e.V. und verkauft nicht nur regionale, gesunde Lebensmittel, er produziert auf dem Haaghof auch selber. Sein Herz schlägt insbesondere für Kartoffeln und seine Weideschweine, beide Produkte findet man natürlich im NaturTalent in Neckarsulm.

 

Die Slow Food in Stuttgart ist immer ein Marktplatz der Informationen und ein Treffen mit den Lieferanten. So wurde die Zusammenarbeit mit der Manufaktur Jörg Geiger aus Göppingen ausgebaut. Jörg Geiger hegt und pflegt alte Ostsorten und stellt verblüffende Schaumweine und Destillate her. Die alten Obstsorten sorgen für ganz neue Geschmackserlebnisse, auch alkoholfrei.

 

Konrad Friedmann, seines Zeichens Lebkuchenweltmeister aus Mannheim, verblüffte mit seinen natürlichen Lebkuchenspezialitäten seine Kunden. Lebkuchen wird immer mit Weihnachten in Verbindung gebracht, Konrad Friedmann zeigt, dass Lebkuchen nur wenig mit Weihnachten zu tun hat, sondern dass seine Lebkuchen wie der „ Wandertaler“ die optimale Energiequelle mit Geschmack sind – und das das ganze Jahr.

Doch was genau ist Slow Food ? Sabine Schütze und Stephan Braig vom SWR haben das wunderbar auf den Punkt gebracht.

Wofür steht Slow-Food?

Übersetzt heißt Slow-Food: „langsames Lebensmittel.“ Zum Einen ist damit Essen an sich gemeint. Nahrungsaufnahme sollte soweit wie möglich ein Genuss sein. Dafür muss sich der Mensch jedoch auch Zeit nehmen. Slow-Food ist also ein Gegenstück zum Fast-Food: Weg vom schnellen Essen auf die Hand zurück zu einer traditionellen Tischkultur.

Zum anderen bezieht der Slow-Food-Gedanke aber auch die Nahrungsmittelproduktion mit ein. Industrialisiert hergestellte Lebensmittel, also schnell produziertes Einheitsessen mit einem standarisiertem Geschmack, werden kritisch gesehen. Slow-Foodler bevorzugen individuell produzierte Lebensmittel. Gemeint sind damit vor allem regionale Produkte, etwa die Linse von der Schwäbischen Alb oder Fleisch vom Limpurger Limburg oder Limpurg? Rind. Diese Lebensmittel werden dann nach traditioneller Handwerkskunst verarbeitet. Dieser Prozess dauert länger, schafft aber qualitativ hochwertigere und einzigartige Genüsse. Der Slow-Food-Gedanke entspringt der Tradition der Regionalküche Italiens, der sogenannten „Cucina Povera“ (Küche der Armen). Dort wurde mit einfachen Produkten, deren Verfügbarkeit stark von der Jahreszeit und der Region abhängig war, schmackhaftes Essen zubereitet.

 Was genau machen „Slow Food“-Mitglieder?

Der Verein betreibt beispielsweise Kinder- und Jugendarbeit, denn Geschmacksbildung fängt nach Ansicht des Vereins früh an. Wer sich einmal ans Einheitsessen gewöhnt hat, der tut sich schwer, Vielfalt zu schmecken. Um kulinarischen Einheitsbrei zu vermeiden, hat der Verein unter anderem das Projekt „Arche des Geschmacks“ gegründet. Diese Kampagne soll helfen, vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Nutzpflanzenarten zu bewahren. Diese bedrohten Arten sind aus verschiedenen Gründen für die Massenproduktion ungeeignet, sei es, dass sie zu viel Fett haben, zu langsam wachsen oder einfach zu wenig Ertrag bringen. Dafür schmecken diese Arten oft außergewöhnlich gut. „Slow Food“-Mitgliedern geht es generell um eine Vielfalt an Arten und Sorten in der Lebensmittelproduktion, denn eine solche Vielfalt verspricht auch geschmackliche Abwechslung.

Walter Kress mit dem Naturtalent in Neckarsulm bei Heilbronn lebt Slow Food und trägt diesen Gedanken auch in Unternehmen. Viele Firmen kümmern sich um die gesunde Ernährung für Ihre Mitarbeiter, die natürlich der NaturTalent auch Neckarsulm liefert.

Über den Autor

Regionales Markteting

Siegfried Probst ist Betriebswirt für E-Business und Management aus Wiesloch

Anzahl der Einträge : 51

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