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Die dunkle Jahreszeit: Immer mehr Einbrüche in Deutschland

Bernd Kasper_pixelio.de

Während viele Menschen die kalte Jahreszeit mit gemütlichen Wohnzimmerabenden und Weihnachten verbinden, kann sie für manch andere zu einem bösen Erwachen werden. Einbrecher und Diebe haben sich den Herbst und Winter zur Hochsaison erkoren und sind in Deutschland so aktiv wie selten zuvor.

Eine besorgniserregende Statistik

Wenn man sich die Zahlen der Einbruchsstatistik in Deutschland ansieht, dann muss man mit Besorgnis feststellen, dass diese einen eindeutigen Trend aufweisen. So kam es allein im Jahr 2012 zu einem Anstieg von fast 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote der Polizei auf nur noch 15,7 Prozent. Damit wurden erstmals wieder die Zahlen des Jahres 2001 erreicht, welches ein trauriges Highlight in der Geschichte darstellt. Im Jahr 2013 scheint sich mittlerweile ein ähnliches Bild abzuzeichnen. Die Zahl der Einbrüche ist unverändert hoch und dabei ist Einbruchssaison gerade erst gestartet.
Betroffen sind zudem nicht notwendigerweise nur Wohnhäuser. Auch Bürogebäude gehören zu den beliebten Zielen von Einbrechern. Dies konnte man erst kürzlich wieder beobachten, als gleich bei zwei Eppinger Firmen innerhalb von einer Nacht eingebrochen wurde. Daher lohnt es sich der Einbruchschutz sowohl für Wohnungen als auch für die Gebäude von Unternehmen.

Dunkelheit lädt zum Einbruch ein

Einer der wichtigsten Faktoren, der einem Einbrecher die Arbeit erleichtert, ist die Dunkelheit. Daher gehört der Winter auch zur Hochsaison. Die Sonne geht zeitig unter und gibt so vielen Dieben noch mehr Zeit. Entgegen weitläufiger Meinung erfolgen die meisten Einbrüche nicht in der Nacht, sondern vorzugsweise am späten Nachmittag oder frühen Abend. Viele Diebe beobachten dabei ihr Ziel im Vorfeld genau, um herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt sich der Einbruch am ehesten lohnt. Aus diesem Grund gehören die Wochenenden mit zu den gefährlichsten Zeiten. Finden Diebe heraus, dass sich über eine lange Zeit niemand im Haus befindet, steigt die Gefahr eines Einbruchs.

Licht ist der natürliche Feind des Einbrechers

Statistisch gesehen erfolgen die meisten Einbrüche über Fenstertüren und Fenster. Daher sollte man darauf achten, dass diese besonders gesichert werden. Gerade ein angekipptes Fenster ist praktisch eine Einladung zu einem Diebstahl.
Zudem bevorzugen Diebe Häuser, die über Fenster oder Türen verfügen, die nicht beleuchtet sind. Oftmals geschieht der Einbruch über die Gartenseite, die in der Regel dunkel ist. Aus diesem Grund sollte man in solchen Bereichen des Hauses einen Bewegungsmelder installieren. Dieser schreckt Einbrecher in der Regel ab und hilft dabei das Haus zu schützen. Innerhalb der Wohnung lohnt sich eine Zeituhr, welche das Licht zu bestimmten Zeiten einschaltet. Dadurch sieht es von außen aus, als wären die Bewohner zu Hause und nicht noch unterwegs. Eine Zeitschaltuhr ist ebenfalls besonders hilfreich, wenn man verreist und die Wohnung einige Tage unbewohnt ist. Allerdings sollte man zusätzlich noch Freunde oder Verwandte bitten, den Briefkasten zu leeren und regelmäßig nach dem Rechten zu schauen.

Das eigene Haus schützen

Wer im Winter vor einem Einbruch geschützt sein möchte, der sollte vor allem darauf achten, dass es Einbrechern so schwer wie möglich gemacht wird. Dazu gehört die Installation von starken Schlössern sowie eine gute Beleuchtung. Diese schreckt die Diebe schon im Vorfeld ab, sodass es gar nicht erst zu einem Einbruchsversuch kommt. Wer mehr wissen will, kann sich an die Beratungsstellen der Polizei wenden (www.polizei-beratung.de) oder ein Beratungsgespräch bei einem Schlosser in Ihrer Nähe einholen (www.dastelefonbuch.de). Das richtige Vorgehen ist zudem auch aus versicherungstechnischen Gründen wichtig, da sich eine Versicherung weigern kann zu zahlen, falls grob fahrlässig gehandelt wurde. Darum sollte der Einbruchsschutz in keinem Falle auf die leichte Schulter genommen werden.

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